Die Festsau

Mein Mann und mein Sohn gingen gemeinsam zum Frühschoppen zum Wirt unserers Vertrauens. Peter ist dort zu Hause, geht nach seinem Eintreffen immer sofort in die Küche, um zu schauen, was es heute gibt. Selbstverständlich bekommt er dort auch immer gleich etwas. Das Kind ist sehr selbständig, mit drei Jahren zieht er sich selbst an und legt Wert darauf, alles selbst geregelt zu kriegen. Ich war an besagtem Sonntag nicht Frühschoppen, sondern brav arbeiten, wurde dann aber als Entschädigung zum Schnitzelessen eingeladen. Peter war im Nebenzimmer und spielte. Zum Mittagessen brachten die Wirtsleute dem Knirps sein Getränk an den Platz. Nun ja, im Lokal unseres Vertrauens ist es gang und gäbe, pro bestelltem Getränk einen neuen Bierdeckel zu bekommen. Auf einen Blick sieht man gleich, was jeder konsumiert hat. Peters Apfelschorle kam mit einem stattlichen Deckelstapel an den Familientisch. Ich fragte entgeistert: „Was ist denn das?“ Peter mit dem normalsten Gesicht der Welt: „Na, ich hatte Durst. Und da hab ich mir was bestellt.“ Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen. Prost!

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