Kind von Bord

Wir sind auf dem Sportplatz bei einem Fußballturnier. Während Papa und Mama zielgerichtet den Platz hinterm Tor ansteuern, macht sich Sohnemann auf zum Spielplatz – nicht ohne jedoch genau erklärt bekommen zu haben, wo er Mama und Papa im Notfall findet (Hunger, Durst, Klo oder andere, seelische Nöte). Auf dem Sportgelände gibt es zwei Plätze, auf beiden wird lautstark gespielt. Wir hören nicht, dass „Peter Mama und Papa“ sucht. Wir hören auch nicht, dass er ausgerufen wird. Blöd ist nur, dass es sonst jeder hört. Irgendwann ist das Spiel aus, wir finden unser Kind wieder, und gehen, als sei nichts gewesen, eine Wurst essen. Bis aus dem Lautsprecher eine fröhliche Stimme ertönt: „Wir begrüßen auch ganz herzlich die wiedervereinigte Familie Weiger, die sich offenbar wieder gefunden hat.“ Schön, wenn jeder weiß, was für Rabeneltern das Kind hat.

Peter liest ein Kinderbuch mit der Häschenbande. Auf der letzten Seite kommt der Fuchs zu Besuch, den bei Hasens natürlich niemand so richtig gern mag. Die Häschenbande hat also Angst. Nachdenklich betrachtet Peter die davon rennenden Langohren und meint ganz trocken: „Die hätten sich mal besser Gedanken über eine Überwachungskamera gemacht.“

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