FZ-ler kommen weit herum

Nizza, Morteau, Comines: Im Lauf der vergangenen 30 Jahre sind die Mitglieder des Nusplinger Fanfarenzugs weit herum gekommen. Das Geburtstagswochenende begann am Freitag mit einem Festakt.

Nusplingen. Zur ersten großen Party des Drei-Tage-Marathons kamen viele Gäste – beispielsweise die Fanfarenzüge aus Stetten/Haigerloch, Münchhöf, Königseggwald und Wehingen. Das Handwerkervesper hatte der örtliche Musikverein musikalisch umrahmt, beim Festakt sorgte der Nusplinger Männergesangverein für den guten Ton.

Edi Behnke, Klaus Schlude und Hubert Ritter waren es einst gewesen, die aus einer jungen, musikbegeisterten Truppe mit viel Herzblut einen Fanfarenzug geformt hatten. Ihnen zur Seite standen in der Anfangszeit die Fanfarenfreunde aus Spaichingen; vor allem Waldemar Vogelgsang war für die engagierten Nusplinger FZ-ler ein wichtiger Ansprechpartner. Dieser erhielt am Freitag für seine wichtigen Verdienste in der Anfangszeit ein Präsent.

Die Gründungsmitglieder – Edi Behnke, Dietmar Borowski, Günter Braun, Ottmar Braun, Roland Braun, Bernhard Dett, Franz-Xaver Dett, Alfons Glückler, Hans Hager, Joachim Kleiner, Michael Kleiner, Frank Mauch, Rolf Mauch, Hans-Dieter Mengis, Angelika Kiener, Armin Reiser, Jakob Reiser, Hubert Ritter, Joachim Ritter, Jürgen Ritter, Klaus Schlude, Josefine Schmieder, Reiner Schmieder, Roland Staiger und Birgit Weiger – wurden für 30-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. „Ohne Euch würde es heute keinen Fanfarenzug geben, und wir hätten viele fröhliche Stunden nicht musizieren und feiern können“, so Vorsitzender Willi Schreiber in seiner kurzen Ansprache.

Roland Staiger bekam von Josef Braun, dem Vorsitzenden des Blasmusik-Kreisverbands Zollernalb, die goldene Ehrennadel des Verbands: Er ist das einzige FZ-Mitglied, das seit Beginn ununterbrochen als aktiver Musiker dabei ist. Hubert Ritter und Edi Behnke wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Ein Festakt ohne Rückblick geht nicht – FZ-Chef Schreiber fasste sich jedoch kurz und erinnerte nur an einige Höhepunkte wie den Fernsehauftritt bei „Kein schöner Land“ oder die Aufnahme der CD „March on“. Denn im Mittelpunkt des Abends standen keine langen Reden, sondern das gemeinsame Geburtstagsfeiern.

kasi für Zollern-Alb-Kurier

Ehrungen Festakt FZ 26.6.09

Fanfaren schmettern laut

Kleine Turner von anno dazumal und viel Musik – ein historischer Umzug mit über 20 Gruppen bildete am gestrigen Sonntag den Höhepunkt des Nusplinger Fanfarenzug-Jubiläums.

Nusplingen. Oldtimer-Traktoren tuckerten fröhlich vor sich hin, die kleinen Turner des örtlichen TSV schwangen ihre Keulen, all die wunderschön ausstaffierten Fußgruppen zogen ebenso durch die Straßen. Alles in allem hatte der Fanfarenzug noch einmal eine richtig runde Sache auf die Beine gestellt. Meisterlich unterstützt von den Vereinen und Bürgern, die den kunterbunten Lindwurm unter dem Motto „Nusplingen anno dazumal“ mit Fußgruppen bestückt hatten. Dazu kamen die angereisten Fanfarenzüge, die dem Spektakel zum einen musikalische Klasse und ordentlich Lautstärke verliehen und zum anderen mit ihren farbenreichen Uniformen wunderschöne Akzente setzten.

Tags zuvor, am Samstag, war das große Zelt am Nusplinger Ortsausgang zunächst einmal in Kinderhand. Da gab es einen Hasenlauf und viele fröhliche Spiele. Die Kindergartenkinder hopsten als Schlafuzzis über die Bühne, und die kleinen Turner baten, moderiert von Sandra Klaiber und Carolin Sisto, den Gorilla mit der Sonnenbrille zum Tanz.

Getanzt und geschunkelt wurde am Abend auch – allerdings war da das Publikum wieder etwas älter: Die Froschenkapelle aus Radolfzell, in Nusplingen bekannte Gäste, verwandelte das Zelt innerhalb kürzester Zeit in einen Hexenkessel und brachte ordentlich Stimmung in die Bude. Da traf die „Fischerin vom Bodensee“ auf aktuelle Charthits oder das „Trompeterecho“ – faszinierend, wie die Musiker die Generationen verbinden. Die Gäste indes kamen nicht nur aus Nusplingen, sondern aus der ganzen Region; auch der sonntägliche Frühschoppen, den die „Froscha“ nach dem Festgottesdienst in Maria Königin im Zelt gestalteten, war gut besucht. Ringsum sah man nur zufriedene Gesichter. Damit haben sich für die Fanfarenzügler die monatelangen Vorarbeiten wirklich gelohnt.

kasi für Zollern-Alb-Kurier

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